Was ist ein Trauma

Was ist ein Trauma

Als psychisches, seelisches oder mentales Trauma oder Psychotrauma, wird in der Psychologie eine seelische Verletzung bezeichnet.

Diese Verletzung ist so massiv, dass in diesem Moment keine Möglichkeit besteht, die Situation in ihrem vollen Umfang zu bewältigen. Ein belastendes Ereignis oder eine Situation kürzerer oder längerer Dauer, mit außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmaß.

Nach jedem Schock, reagiert unser Körper mit einer Belastungsreaktion. Abhängig von der individuellen Konstitution des Betroffenen können auch vermeintlich weniger einschneidende Erlebnisse zu einer akuten Belastungsreaktion führen.

Eine Anpassungsstörung entwickelt sich aus Belastungsreaktionen und sie bewegt sich im Grenzbereich zwischen einer nachvollziehbaren Verstörung aufgrund eines schwierigen Lebensereignisses und der Unmöglichkeit dieses zu bewältigen.

Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) wenn die aufgetretenen Symptome, einer Belastungsreaktion über einen längeren Zeitraum als vier Wochen anhalten und sich somit ein chronischer Verlauf abzeichnet.

Ein für diese Person Schockartiges Erlebnis führt dazu, dass der Organismus automatisch reagiert. Es gibt plötzlich, einmalig auftretende, unvorhergesehene Ereignisse die traumatische Wirkung haben. Jedoch auch chronisch sich wiederholende Ereignisse könne eine traumatisierende Wirkung haben.

Woran ist zu erkennen

dass sich ein Schock in Körper, Gefühlswelt und/oder Verhalten seine Spuren hinterlässt
Traumatisches Erleben und der Körper
  • Stress, alle bekannten Stresssymptome sind möglich bis hin zu Panikattacken

  • Hektisches Verhalten

  • Dauernde Übererregtheit (inneres Zittern, unter Strom stehen, beschleunigter Puls usw.)

  • Schlafprobleme/ Schlaflosigkeit/Albträume

  • Sexualstörungen, Libido Verlust

  • Essstörungen

  • Neigung zu Substanzmissbrauch

  • Totale Erschöpfung, ein zusammenfallen der Energie

  • Erstarren

Traumatisches Erleben und die Gefühle
  • Stimmungsschwankungen

  • Furcht, Angst bis Panik

  • Hilflosigkeit

  • Verwirrung

  • Entsetzen

  • Leere Gefühl – Erinnerungslücken – Namen vergessen

  • Plötzlich extrem heftige Reaktionen (Wut) bzw. abschotten, Rückzug

  • Ein Gefühl Verrückt, oder depressiv zu werden

  • Selbstmordgedanken und Pläne die oft wie aus dem Nichts kommen.

Traumatisches Erleben und das Verhalten
  • Störungen der Aufmerksamkeit und des Bewusstseins (abwesend, oder überaktiv erscheinen, Erinnerungslücken, Vergesslichkeit, Dissoziation, sich selbst nicht mehr im hier und jetzt wahrnehmen)

  • Überanstrengung, es unbedingt richtig machen wollen, das Eigene zurückhalten

  • Störungen in der Regulation von Affekten (Impulsdurchbrüche Umgang mit Ärger, Wut und Zorn wird impulsiv, Selbstverletzendes Verhalten, Störung der Sexualität, Impulsivität, Risikoreiches Verhalten, Suizidalität)

  • Somatisierung, Somatoforme Beschwerden (Ängste und hypochondrische Ängste, Schmerzen im Muskel Gelenksapparat)

Schreck – Belastung – Überlastung

Nicht jeder reagiert auf ungewöhnliche Herausforderungen gleich aber jeder von uns braucht eine Entlastung nach einer erschreckenden oder schockierenden Erfahrung.

Die wichtigste Entlastung überhaupt ist die Beziehung, das Gespräch, das Gesehen- und das Gespiegelt werden.
Die Beziehung gibt uns Halt, einen Rahmen und Sicherheit

Nach jeder Belastenden Zeit müssen wir verhindern, dass sich Stress in den Körperzellen festsetzt, nur Wenn Schreck, Schock und traumatisches Geschehen sich im Körper festsetzten kann, reagieren wir mit einer Überlastungsreaktion oder einer Anpassungsstörung.

Was ist hilfreich nach einem Schockartigen Erlebnis
  • Ein heißes Bad

  • Ein gutes Gespräch

  • ..sich ausjammern bei Freunden

  • Sportliche Betätigung, Bergsteigen, Laufen, ins Schwitzen kommen

  • Laut sein

  • Lachen, Weinen, Zittern

Wenn Belastungsreaktionen auftreten oder Anpassungsschwierigkeiten, was können wir tun?
  • Distanzieren, Beruhigen und Selbstberuhigung

  • Auf den Körper achten, Gut essen, Widerstandskraft des Körpers stärken

  • Den Kopf frei bekommen, zur Ruhe kommen

  • Sich schützen und unterstützen, vor allem auch vor Erinnerungen

  • Die Welt neu Ordnen

  • Neue Wege finden

Wie erkenne ich, dass es sich um eine Anpassungsstörung

oder eine PTBS, Postraumatische Belastungsstörung handeln könnte

Vorsicht eine PTBS ist sehr schwer zu erkennen, weil der Erkrankte seinen Zustand selbst nicht wahrnehmen kann und diesen fast immer herunterspielt.

Anpassungsstörung und PTBS gehören auf jeden Fall in fachliche Behandlung. Erfolgt keine Behandlung, verändern sich das Wesen und die Persönlichkeit

Mögliche Zeichen für eine Anpassungsstörung und eine Postraumatische Belastungsstörung
  • Fehlende Zukunftsperspektive

  • Verlust der Grundüberzeugungen

  • Störung der Sebstwahrnehmung

  • Wirkungslosigkeit (Resignation)

  • Schuld- Scham- Ekel Gefühle

  • Isolation

  • Bagatelisieren

  • Veränderte Wahrnehmung des Schädigers, Idealisierung, Verzerrung

  • Störungen in der Beziehung zu anderen Menschen

  • Unfähigkeit zu vertrauen

  • Selbstmordgedanken und ein Gefühl von Auswegslosigkeit

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